08.01.2019
au Théâtre Municipal de la ville d'Esch-sur-Alzette

Tod eines Handlungsreisenden

Der kleine Vertreter Willy Loman wird nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma als nicht mehr verwendungsfähig entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Besonders seine beiden Söhne Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – wie ihr Vater – zu nichts gebracht. Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum amerikanischen Traum offen. Als Biff nun gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen einzigen Ausweg sieht…

Arthur Millers mit Preisen überschüttetes Stück ist eine auch aus heutiger Sicht noch beklemmende Charakterstudie eines Menschen, der in einer rein profitorientierten Gesellschaft zum Verlierer werden muss. In Zeiten von Hartz IV und weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrisen ist es aktueller denn je.

Auch heute noch ist Arthur Millers 1949 uraufgeführtes Meisterwerk « Tod eines Handlungsreisenden » äußerst aktuell. Jährlich nehmen sich weltweit etwa eine Million Menschen das Leben. Forscher schätzen, dass 45.000 von ihnen es tun, weil sie arbeitslos sind. Die gescheiterten Suizidversuche nicht mit eingerechnet. Diese erschreckenden Zahlen veröffentlichte die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich im Februar 2015 in einer in der Fachzeitschrift « The Lancet Psychiatry » publizierten Studie, die die Daten aus 63 Ländern auswertete. Unberücksichtigt blieben allerdings Selbstmordraten aus China und Indien, da Daten aus diesen beiden Ländern nicht verfügbar waren.

Das Stück wurde 1949 als BESTES STÜCK ausgezeichnet mit dem TONY Award und dem New York Drama Critics’ Circle Award. Arthur Miller erhielt 1949 den Pulitzerpreis und den TONY Award als BESTER AUTOR.

Premiere am Alten Schauspielhaus Stuttgart:
10. Februar 2017

Dauer: 2h40, mit Pause

Regie:
Harald Demmer
Bühnenbild:
Oliver Kostecka
Kostüme:
Monika Seidl

Mit:
Jonas Baeck, Paul Baeck,
Richard Erben, Martin Molitor,
Stephanie Theiß Frank Voß,
Helmut Zierl, Marsha Zimmermann

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