05.10.2018 au 06.10.2018
au Théâtre Municipal de la ville d'Esch-sur-Alzette

7 Minuten. Betriebsrat

Ein altes und traditionsreiches Textilunternehmen
wird von einem multinationalen Unternehmen aufgekauft.
Es scheint vorerst so, dass die 200 beschäftigten
Arbeitnehmerinnen keine Entlassungen fürchten
müssen. Sie können aufatmen. Aber es gibt eine kleine
Klausel in einer Vereinbarung, die der neue Eigentümer
vom Betriebsrat unterzeichnen lassen will.

In einem Raum diskutieren nun die elf Frauen des
Betriebsrats, ob sie die Kürzung der Mittagspause
um sieben Minuten akzeptieren. Eine Stunde Zeit
bleibt ihnen, um sich zu der Forderung zu verhalten.
Sieben Minuten scheinen ein fairer Kompromiss, nur
Blanche, die Älteste und Sprecherin des Betriebsrates,
ist die Einzige, die von Anfang an Zweifel hat.
Aber nach und nach schaltet sich jede der Frauen
in die Debatte ein und jede blickt öffentlich auf ihr
Leben zurück, bevor sie zu einem Entschluss kommt.

Das Stück basiert auf einer wahren Begebenheit in
einer französischen Fabrik. Es geht um die Arbeit,
die dort arbeitenden Frauen, ihre Rechte, und was
elf Arbeiterinnen eine Stimme und Seele verleiht,
die sich Sorgen um die Zukunft und um die ihrer
Kinder machen. Es geht um die Wut, die prekäre
Arbeitssituationen auslösen kann sowie die Angst,
in der die Masse der abhängig Beschäftigten auf der
Welt heute leben.

Ausgezeichnet als eine der besten zehn Inszenierungen
des Jahres beim virtuellen nachtkritik-
Theatertreffen 2018, in Deutschland, Österreich und
der Schweiz.

Gibt es derartige Situationen auch in Luxemburg?
Wie würde eine diesbezügliche Diskussion
bei uns verlaufen? – Dazu planen wir an die
direkte Vorstellung vom 6. Oktober ein Gespräch
mit Vertretern*innen von Gewerkschaften,
Personalvertretern*innen, den Künstlerinnen
und dem interessierten Publikum.

,,Carole Lorang (…) weiß die Gruppendynamiken, die
Ungeduld und das Kopfzerbrechen, die Wortgefechte
und die Frustration, den aufkeimenden Jubel und
das leise Misstrauen fein zu orchestrieren – und ihr
Ensemble ist durchweg grandios. »

Esther Boldt, Theater heute

,,Dieser Text, den Carole Lorang da als deutschsprachige
Erstaufführung (…) ins Kapuzinertheater bringt,
ist Wahnsinn im besten Sinne (…) Text, Schauspielteam
und Inszenierung sind beeindruckend. »

Daniel Conrad, Luxemburger Wort

Dauer: 1h30, keine Pause

Inszenierung:
Carole Lorang
Künstlerische Mitarbeit:
Linda Bonvini
Bühne:
Katrin Bombe
Kostüme:
Peggy Wurth
Musik:
Kyan Bayani
Dramaturgie:
Carmen Bach
Licht:
Bart van Merode
Soufflage:
Julia Sabine Edling

Mit:
Katharina Bintz,
Sophia Carla Brocker, Nora Koenig,
Antonia Labs, Sophie Langevin,
Talisa Lara, Rosalie Maes,
Renelde Pierlot, Andrea Quirbach,
Leila Schaus, Leonie Schulz
Übersetzung:
Sabine Heymann

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